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Mittwoch, 23. November 2016

"..wäre ein Wechsel möglich?"

Ich hab schon wieder so lange nicht geschrieben.
Ich hass' mich echt selbst dafür, dass ich so undiszipliniert bin. Undiszipliniert in jeder Hinsicht irgendwie. Es ist einfach so viel neuer Scheiß dazu gekommen die letzte Zeit. Da hab ich grad versucht mit dem alten Scheiß abzuschließen, da läuft mir schon der neue Scheiß hinterher. Nein, er läuft eigentlich nicht. Er landet viel mehr. So wie Vogelscheiße, die dir im unpassensten Moment direkt auf den Kopf oder auf die Schulter fliegt. Ja, ich glaube das ist eine gute Beschreibung dafür.
Zuerst war ich Ewigkeiten krank, hatte nacheinander von Erkältung, über Grippe bis hin zu Blasenentzündung einmal alles. Und als hätte ich mich extra angesteckt um nicht Arbeiten zu können, werd' ich, jetzt wo ich wieder da bin, auf der Arbeit nur noch angepampt und zur sau gemacht. So geil. Ich hab mich da ja noch nie richtig wohl gefühlt, aber seitdem werd' ich entweder fertig gemacht oder ignoriert. Das geht so weit, dass ich teilweise heulend von der Arbeit nach Hause komme. Ich habe mit der Lehrerin, die mich in der Praxis betreut, darüber gesprochen und ich bin so glücklich, dass sie mich ernst nimmt, und mir glaubt. Morgen habe ich nochmal ein Gespräch mit ihr und es wird darüber gesprochen, ob ich die Einrichtung wechseln kann. Ein Gespräch auf der Arbeit haben wir (gott sei dank) schon mehr oder weniger ausgeschlossen, weil ich auch die Befürchtung geäußert habe, dass danach alles nur noch schlimmer wird. - Zur Erklärung, es ist nicht so, dass ich mich vor einem Gespräch drücke, im Gegenteil, ich habe schon öfter versucht auf der Arbeit bestimmte Probleme anzusprechen und das auf verschiedene Art und Weisen. Ich hab es sogar so versucht, dort zu schildern, dass ich mich momentan unter Druck gesetzt fühle, da ich dort auch Aufgaben bekomme, die wir in der Schule noch nicht mal hatten, von denen ich keine Ahnung habe, wie die gelöst werden und mit denen ich allein gelassen werde (was ich natürlich nicht direkt so vorwurfsvoll formuliert hab). Aber man stößt da auf Stein (oder Granit? Wie heißt das? Egal). Und wenn das schon nichts bringt oder alles eher schlechter gemacht hat, dann wird ein Gespräch mit der Lehrerin nichts daran ändern. Dann wird hundert prozentig nur gedacht "aha, die hat hinter unserem Rücken so über uns geredet." und ich werde noch mehr runtergemacht oder mit Ignoranz gestraft.
Ich bin gespannt, was bei dem Gespräch mit meiner Lehrerin morgen rauskommt..
Aber jetzt muss ich erstmal schlafen, muss ja morgen fit sein dafür, Ignoriert und fertig gemacht zu werden. :)

'♥

Dienstag, 18. Oktober 2016

Aufgeräumt.

Ich hab so ziemlich alle alten Beiträge gelöscht..
Das hat damit zu tun, dass ich einfach gern von neu anfangen möchte..
Fast alle Personen, von denen ich vorher mal gesprochen habe, spielen keine Rolle mehr in meinem Leben. Und das ist auch gut so. Das löschen der Beiträge über diese Personen kam mir dann einfach vor, wie ein Abschluss. Sonst hätte ich diese Zeilen mit Sicherheit noch oft gelesen, selbst wenn ich sie nur flüchtig überflogen hätte, und das würde mich jedes mal aufs Neue runterziehen.
Nicht, weil mir die Personen noch am Herzen liegen, sondern, weil ich weiß, wie beschissen ich mich in den jeweiligen Situationen gefühlt hab. Und ich will einfach vermeiden, dass ich mich dadurch ungewollt in die Gefühlslage zurückversetze..
Das nur mal so am Rande..
Naja, neu anfangen ist auch toll gesagt. Das hört sich so glücklich und bedeutungsvoll an. Ist es aber nicht. Ich bin es nicht.
In meinem Fall bedeutet neu anfangen wohl nur, dass ich im Moment keinen Platz mehr für neue Scheiße in meinem Leben habe und deshalb etwas von dem alten Scheiß loswerden muss. Eigentlich will ich das gar nicht., Immer so negativ denken. Aber im Moment geht es einfach nicht anders.. Mir geht es wieder schlechter.. Zugenommen hab ich sowieso. Keine Frage. Ganz sicher. Aber es geht mir generell beschissen. Ich bin den ganzen Tag müde. Liege im Bett, schlafe. Das war ja schon immer schlimm bei mir. Aber jetzt. Ich wünschte echt ich könnte nur noch schlafen. Nur schlafen, schlafen, schlafen. Und am besten nie mehr aufwachen.
Ich bin so ausgepowert. Demotiviert. Hab endlose Kopfschmerzen.
Mein Therapeut nimmt mich nicht ernst.. "Ich würde den Teufel nicht direkt an die Wand malen, das kennen sie doch schon von ihrem bisherigem Leben. Es geht immer mal Auf und Ab. Nach diesem Tief kommt auch wieder ein Hoch, sie müssen nur abwarten und sich erlauben glücklich zu sein."
ABWARTEN - Ist ja nicht so, dass es seit über 4 Wochen so ist. Von Tag zu Tag schlechter, mit Glück blieb es mal ein paar Tage unverändert.
MIR ERLAUBEN GLÜCKLICH ZU SEIN?! - Was zur Hölle?! Gib mir ein großes Loch mit Glück, ich spring rein. Kopfüber und freu mich, wenn der Scheiß endlich ein Ende hat.
Ich dachte ich hör nicht richtig.. Klar, ich sehe ein, dass ich mir oft selbst im Weg stehe. Aber mir an meinen Schlafproblemen die Schuld zu geben.. Als ob ich es toll finde, so viel Schlaf zu brauchen.
Selbst wenn ich mit meinem Freund M. zusammen bin, mit dem ich eigentlich jede Sekunde voll genießen möchte, weil wir uns nicht so oft sehen, schlafe ich ständig ein. Ich bin glücklich darüber, dass er Verständnis dafür hat und für mich da ist.. Aber mich kotzt es an. Ich hasse das. Ich hasse mich. Ich hasse alles. Alles außer M.

Mittwoch, 18. Mai 2016

.. liege im Bett und starre gegen die Wand.

Verdammt. Mir war nie so klar, dass ich ernsthaft Probleme hab, wie es mir im Moment ist. Hätte ich doch pünktlich meine Medikamente abgeholt..
Rezept ist leider abgelaufen. Und nein, ich traue mich nicht, meinen Therapeuten anzurufen und ihm zu sagen, dass ich es verpennt hab, meine Medikamente abzuholen..
Außerdem soll ich beim nächsten Mal neue Medikamente bekommen, weil meine jetzigen nicht höher dosiert werden dürfen, aber trotzdem nicht die Wirkung zeigen, die sie sollten. Ich dachte da wäre es nicht so schlimm, wenn ich sie einen Monat nicht mehr nehme. Aber oh mein gott, es ist die Hölle. Durchgehend Kopfschmerzen und als ob das nicht genug wäre fühlt es sich auch noch an, als ob mein Kopf explodiert. Ich höre so viele Geräusche viel zu Intensiv. So intensiv, dass es schmerzt.. dass mir schwindelig wird. Ständig driften meine Gedanken ab, mein Blick ist teilweise verschwommen und ich kann mich auf gar nichts mehr konzentrieren. Nichts. Und anstatt das Gefühl zu haben, dass es jeden Tag etwas besser wird, hab ich eher das Gefühl es wird von Tag zu Tag schlimmer. Ich dreh noch durch. Hab das Gefühl ich bin an der Grenze dazu Schizophren zu werden (und nein, das bedeutet nicht, dass ich eine gespaltene Persönlichkeit entwickle, für die, die das vielleicht immer noch glauben).
Es ist alles so verdammt beschissen im Moment.

Dienstag, 17. Mai 2016

.. noch da.

Bin noch da. Warum auch immer. Mit jeden neuen Tag fehlt mir mehr die Kraft für alles. Von Tag zu Tag wird alles nur schlimmer..

Sonntag, 8. Mai 2016

.. das Ende. Zumindest fast.

Meine Kehle brannte vom schreien. Sie brannte so fürchterlich. Und plötzlich war da dieser Moment. Ich schluckte. Selbst das schlucken brannte. Aber in diesem Moment wendete sich alles. Von unglaublicher Traurigkeit, die mich komplett ausfüllte hin zum nichts. Ich fühlte nichts mehr. Ich war nicht mal mehr ich. Meine Gedanken waren nicht mehr klar. Ich erinnere mich kaum noch an das was ich getan hab. Aber ich erinnere mich an diesen unglaublich starken Drang. Er war schon öfter da. Aber noch nie so stark. Ich wusste, was ich zu tun hatte. Ich wusste wie ich es schaffen könnte. Bereitete es vor und trank alles aus. Alles. Dieser Geschmack, ich werd' ihn nie vergessen. Mir wurde schlecht, meine Kehle brannte nun nur noch mehr. Ich schluckte so viel Wasser wie möglich hinterher. Und als dieses Gefühl von übel sein endlich nachließ verspürte ich nur noch Ruhe. Zum ersten mal seit ich zurück denken kann, war ich mit mir selbst im reinen. Ich war zufrieden. Mein Kopf wurde schwer und ich ließ mich mit einem Lächeln im Gesicht in mein Kopfkissen sinken. Von nun an ist nichts mehr wichtig. Alles wird endlich gut. Ich kann gar nicht genau sagen, wie lange ich so da lag. Aber irgendwann spürte ich, wie ich immer müder wurde. Und dann war da noch was. Ein unangenehmes Gefühl.. das Gefühl war mir so bekannt.. aber wieso musste es grade jetzt wieder hochkommen? Gerade jetzt, wo ich meine Entscheidung getroffen hatte?
Dieses Gefühl von unglaublich großer Schuld rüttelte mich wieder wach aus der Trance in der ich war.. Was zur Hölle passierte hier gerade eigentlich? Meine Energie verließ mich immer mehr.. und ich konnte nichts mehr dagegen tun oder? Ich erhob mich mit letzter Kraft aus dem Bett, lief wohl mehr gebeugt als gerade durch mein Zimmer, dann zum Bad und verschloss die Tür hinter mir. Ich ließ mich auf die Erde sacken.. krabbelte zur Toilette und schob mir die Finger so tief es ging in meinen brennenden Hals. Es kam hoch. Nicht nur einmal. Und bestimmt nicht alles.. Aber genug, um wieder aufzuwachen, wenn ich einschlief.
Und genau das tat ich an diesem Tag auch nur noch. Ich ging in mein Zimmer und schlief. Ich schlief einfach ein. Und ich schlief eine Ewigkeit. Aber ich wachte auf.